I. Gruppe des PSE | |
©stu2008/01/08
(last update)
|
Elemente der 1. Gruppe:
"Alkalimetalle":
1 Außenelektron - einwertig, niedrige Elektronegativität, geringe Dichte, weich, sehr reaktionsfreudig (müssen unter Luftabschluss aufbewahrt werden), bilden Hydroxide (Laugen), färben die Flamme eines Brenners. Elemente der 2. Gruppe: "Erdalkalimetalle":
|
![]() |
Alkalimetalle |
Sie sind reaktionsfreudiger als die Elemente der 2. Gruppe und reagieren sofort mit H2O und O2: |
![]() |
Ein
Stück Natrium wird in eine Schale mit Wasser (mit Phenolphthalein)
gegeben. Das Natrium beginnt zu brennen und das Phenolphthalein (Säure-Laugen-Indikator)
färbt sich rotviolett.
Bei der Reaktion von Na mit H2O ensteht NaOH (färbt Phenolphthalein) und H2 (verbrennt). 2 Na + 2 H2O => 2 NaOH + H2 2 H2 + O2 => 2 H2O |
Mit Sauerstoff bilden Alkalimetalle Oxide oder Peroxide, fast alle Salze der Alkalimetalle sind wasserlöslich. |
Flammenfärbung |
Anwendung bei Feuerwerken (Pyrotechnik) und zur Identifikation der Alkalimetalle. Ein MgO-Stäbchen oder ein Platin-Draht werden in eine Salzlösung getaucht und in die Flamme des Brenners gehalten. Betrachtet man die Flamme mit einem geeichten Spektroskop, so lassen sich die exakten Wellenlängen ablesen. |
Lithium
karminrot |
![]() |
Natrium
gelb |
![]() |
Kalium
violett |
Rubidium
rot |
Cäsium
blau |
|
|
|
Gewinnung
der Alkalimetalle:
Durch Schmelzflusselektrolyse
von z. B. LiCl, NaCl, KCl
|
![]() |
In der Natur kommen sie nur in Verbindungen vor: |
Lithium | vor allem in Silikaten |
Natrium | als NaCl im Meerwasser, in Na(AlSi3O8) (Natronfeldspat), als Na2CO3 (Soda), NaNO3 (Chilesalpeter), Na2SO4 .10 H2O (Glaubersalz) und Kryolith Na3(AlF6) |
Kalium | vor allem in Silikaten und auch in Lagerstätten, die durch Verdunstung von Meeresteilen entstanden sind. |
Wichtige Verbindungen: |
NaCl
Na-chlorid, "Kochsalz" |
Gewinnung aus Meerwasser oder Lagerstätten aus ehemaligem Meer, Verwendung: Herstellung anderer Na-Verbindungen, Konservierung, Gewürz, Streusalz, Kältemischungen, für Ionenaustauscher in Geschirrspülern. | |
NaOH
Na-hydroxid, "Natronlauge" |
Gewinnung durch Elektrolyse
von NaCl-Lösung,
zur Herstellung von Seife, Cellulose, Viscose, Reinigungsmitteln. |
|
Na2SO4
. 10 H2O
Na-sulfat, "Glaubersalz" |
Häufiges Nebenprodukt chemischer Synthesen, in Mineralwässern enthalten, wirkt abführend, enthält 10 mol H2O pro mol Salz ("Kristallwasser"). | |
NaNO3
Na-nitrat, "Chilesalpeter" |
Große Lagerstätten
in Chile, wurde früher als Dünger verwendet, wird heute synthetisch
hergestellt:
Na2CO3 + 2 HNO3 => 2 NaNO3 + H2O + CO2 . |
|
Na2CO3
. 10 H2O
Na-carbonat, "Soda" |
Kommt in Salzseen vor, wird
auch synthetisch hergestellt ("Solvay-Verf.")
Verwendung: zur Waschmittel-, Papier-, Glas-, Cellulose-Herstellung. |
|
NaHCO3
Na-hydrogencarbonat, "Speisesoda" |
Zerfällt in der Hitze:
2 NaHCO3 => Na2CO3 + H2O + CO2 daher Verwendung als Backpulver und in Feuerlöschern, reagiert mit Säure unter Bildung von CO2 , daher Verwendung in Brausepulver (mit festen Säuren). |
![]() |
K2CO3
K-carbonat, "Pottasche" |
Wurde früher aus Pflanzenasche gewonnen, kommt im Toten Meer vor, zur Herstellung von Schmierseife und Kaliglas, Dünger für saure Böden. Verwendung auch als Backpulver. |
![]() |
KOH
K-hydroxid, "Kalilauge" |
Gewinnung durch Elektrolyse von KCl-Lösung, Verwendung zu Herstellung von Schmierseife und Waschmitteln. | |
K2SO4
Kaliumsulfat |
Verwendung als Düngemittel. | |
KNO3
Kaliumnitrat, "Salpeter" |
Gewinnung aus Natriumnitrat, Verwendung als Düngemittel, Bestandteil von "Schwarzpulver" (75% KNO3, 15% Holzkohle, 10% Schwefel). | |
KCl
Kaliumchlorid |
Wird in den USA neben einem Betäubungsmittel und einem Mittel zur Muskelerschlaffung (führt zum Atemstillstand) in der "Todesspritze" bei Hinrichtungen verwendet. In entsprechender Dosis führt es zum Herzstillstand. |
Lithium
ist das leichteste der festen Elemente. Da Lithium das am wenigsten edle
Metall ist, wird es in Batterien und Akkumulatoren eingesetzt. Lithium-Ionen-Akkumulatoren
sind derzeit die besten Akkus für Handys und Laptops (siehe auch Elektrochemie).
Lithiumcarbonat bzw. Lithiumcitrat (Salz der Citronensäure) wird bei manisch depressiven Patienten eingesetzt und kann nach einer Studie von 1998 die Selbstmord-Rate depressiver Menschen signifikant senken (Scientific American 3/2003). |
Stelle folgende Reaktionsgleichungen
auf:
1) Aus Natriumchlorid wird durch Elektrolyse Natrium gewonnen, Nebenprodukt ist Chlorgas. 2) Elementares Kalium reagiert sehr heftig mit Wasser, es entsteht Kalilauge und Wasserstoff. 3) Aus Li2O2 und Kohlendioxid entsteht Lithiumcarbonat und Sauerstoff. 4) Natrium wird als Reduktionsmittel bei der Gewinnung von Titan aus TiCl4 verwendet, es reagiert dabei zu NaCl. 5) Bei der Elektrolyse von NaCl-Lösung entsteht NaOH, Wasserstoff und Chlor. 6) Aus Natriumcarbonat und Salpetersäure kann man Natriumnitrat gewinnen, dabei entsteht auch Kohlendioxid und Wasser. 7) Natriumsulfat wird aus Natriumchlorid und Magnesiumsulfat hergestellt. 8) Kalium lässt sich aus Kaliumchlorid und Natrium herstellen. 9) Kaliumcarbonat kann aus Kalilauge und Kohlendioxid hergestellt werden. 10) Aus Natriumnitrat und Kaliumchlorid gewinnt man Kaliumnitrat. |
|
|
|
|
|
|