Aldehyde und Ketone
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©stu2006/05/20 (last update)

Aldehyde sind Oxidationsprodukte von primären Alkoholen.
Ketone sind Oxidationsprodukte von sekundären Alkoholen.

Aldehyde:

Viele natürliche Aromastoffe sind Aldehyde: Marzipan, Vanillin, Zimt, Geruchsstoffe von Rosen und Zitronen (siehe "Oxidationsprodukte von Alkoholen"). Auch Glucose ist ein Aldehyd (kann allerdings auch in Ringform vorliegen). 
Viele Zwischenprodukte des Stoffwechsels sind Aldehyde (wenn alkoholische Getränke Methanol enthalten, ist der "Kater" besonders schlimm, da beim Abbau Formaldehyd entsteht). 
Ein wichtiger Stoff für die chemische Industrie ist Formaldehyd (Methanal) bei der Herstellung von Kunstharzen.

Glucose

Nachweis von Aldehyden:
Vor allem als Nachweis für Glucose wird die Reaktion mit Fehling-Lösung (enthält CuSO4) durchgeführt. 
Der Aldehyd wird zur Säure oxidiert, das blaue Cu(II) wird zu rotem Cu(I)-oxid. 
Diese Reaktion funktioniert auch mit anderen Aldehyden.

Auch die Ag+-Ionen in ammoniakalischer Silbernitrat-Lösung werden durch Aldehyde reduziert. Wenn man in einem fabriksneuen Reagensglas Glucose oder einen anderen Aldehyd zu einer Lösung von AgNO3 und NH3 gibt, so bildet sich (bei leichtem Erwärmen) ein Silberspiegel im Glas. Wenn das Glas nicht ganz rein ist, so bildet sich eine schwarze Färbung von feinverteiltem elementaren Silber.
 

Zeitungsartikel zum Thema "Formaldehyd" (Kurier, Wien 20. 5. 2006):



Methanal 
("Formaldehyd"):
 
 

 

Gas, brennbar, Gemische mit Luft explosiv, ätzend, krebsverdächtig, bildet sich bei Verbrennungen (Zigarettenrauch, Räuchern, Gasflamme), Verwendung zur Herstellung von Kunstharzen (z. B. für Spanplatten), als Desinfektionsmittel (35%ige wässrige Lösung = "Formalin").

 
 

Ketone:

Sind sehr verbreitet in der Natur: Sexualhormone, Duftstoffe (z. B. Campher) und als Stoffwechselprodukte im Organismus. Ketone werden als Lösungsmittel (Aceton) und als Ausgangsstoffe für die Herstellung anderer Stoffe verwendet.

Propanon
"Aceton"
Flüssig, brennbar, Gemische mit Luft explosiv, narkotisierend, im Blut von Diabetikern enthalten, Verwendung als Lösungsmittel zum Abbeizen von Lacken und z. B. als Nagellackentferner.

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