Feuer
© stu 2004/07/13
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Verbrennungen sind Oxidationen (Reaktionen mit Sauerstoff oder mit einem anderen Oxidationsmittel).
Dabei bilden sich immer Wärme und Licht, diese äußeren Erscheinungen werden als Feuer bezeichnet.

Für einen Brand sind drei Voraussetzungen nötig: 
ein brennbarer Stoff
Sauerstoff
eine ausreichende Entzündungstemperatur

Bei der Verbrennung von Holz, Kohle und flüssigen Kohlenwasserstoffen (Benzin, Diesel, Heizöl, etc.) sind Flammen zu sehen. Eine Flamme ist ein glühender Gasstrom, in dem die vom Brennstoff aufsteigenden Gase mit Sauerstoff reagieren.

Bei Bränden entstehen in geschlossenen Räumen oft große Mengen brennbarer Gase, die sich bei Zutritt von Luft plötzlich entzünden ("backdraft").
Das Bild rechts stammt aus dem gleichnamigen Film.


Verbrennung von Holz

Holz besteht aus (C6H10O5)n - Cellulose. In der Hitze entstehen CO, CO2, H2O, H2, etc., übrig bleibt schließlich das Kohlenstoffgerüst - C.

Die brennbaren Gase verbrennen in der Flamme, H2O ist ein wesentlicher Bestandteil des "Rauches".

Nachdem nur mehr das Kohlenstoffgerüst übrig ist, bildet sich eine Glut ohne Flamme und Rauch, dabei verbrennt C zu CO und CO2. Die Glut des verkohlten Holzes ist das Gleiche, wie Holzkohle oder Koks.

Holzkohle ist das Kohlenstoffgerüst von Holz, Koks ist das Kohlenstoffgerüst von Kohle.
Holzkohle und Koks werden durch Zersetzung in der Hitze unter Sauerstoffausschluss hergestellt.


Verbrennung von Benzin und Diesel-Kraftstoff

Wenn man eine brennende Zigarette in eine Benzin-Lacke wirft, beginnt das Benzin zu brennen.
Eine brennende Zigarette in eine Diesel-Lacke geworfen, hat keine Folgen.
Allerdings können sowohl Benzin- als auch Diesel PKW bei einem Unfall in Brand geraten. Warum?

Die Kohlenwasserstoffmoleküle im Benzin sind ziemlich klein, daher ist der Siedepunkt niedrig und Benzin verdampft leicht. Die Benzindämpfe lassen sich leicht entzünden.

Da Benzindämpfe schwerer als Luft sind, breiten sie sich am Boden aus und man kann nach einiger Zeit eine Benzin-Lacke bereits in einiger Entfernung von der Flüssigkeit anzünden.

Bereits ein Funke genügt um die Dämpfe zum Brennen zu bringen.

Diesel - Moleküle sind größer und verdampfen schwerer. Um Diesel zu entzünden, muss er erst erwärmt werden.


Wenn bei einem Unfall mit einem Diesel-PKW der Treibstoff auf heiße Teile des Motors gerät, kann er sich genauso durch Funken entzünden, wie Benzin.

Verbrennung von Gasen - Explosive Mischungen

Gase sind am leichtesten entzündlich, da sie sich am besten mit der Luft (Sauerstoff) mischen. Methan/Luft-Gemische von 5 bis 15% (Methan) sind explosiv. Propan/Luft-Gemische sind  zwischen 2 und 9% explosiv, Butan-Luft-Gemische zwischen 1,5 und 8,5%.

Methan ist Hauptbestandteil von Erdgas, Propan und Butan werden als Camping- und Labor-Gas verwendet, bzw. auch als Treibgase in Spraydosen.


Feuer und Flamme (wdr)

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