Eigenschaften von Alkoholen - Ether
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©stu2005/20/20 (last update)

CH4 Methan -164°C H2O-unlöslich CH3OH Methanol 64°C wasserlöslich
C2H6 Ethan -89°C H2O-unlöslich C2H5OH Ethanol 78°C wasserlöslich
C3H8 Propan -42°C H2O-unlöslich C3H7OH Propanol 97°C wasserlöslich
C4H10 Butan -0,5°C H2O-unlöslich C4H9OH Butanol 117°C tw. wasserlösl.

Die polaren OH-Gruppen sind für die Bildung von Wasserstoffbrücken verantwortlich. Daraus resultieren die höheren Siedepunkte der Hydroxyalkane und ihre Mischbarkeit mit Wasser. 
Die Mischbarkeit mit Wasser nimmt allerdings mit zunehmender Grösse des unpolaren Teiles ab. Butanol ist nicht mehr in jedem Verhältnis mit Wasser mischbar, da im Molekül der unpolare Teil bereits ziemlich groß ist.

Ein ähnlicher Effekt ist zu beobachten, wenn ein Molekül mehrere OH-Gruppen aufweist:

Ethan-1,2-diol 
"Glykol"
Sdp.198°C wasserlöslich




Propan-1,2,3-triol 
"Glycerin"
Sdp. 290°C wasserlöslich




Glucose 
"Traubenzucker"
fest wasserlöslich

Langkettige Alkohole, wie z. B. die "Fuselöle" sind nicht mit Wasser mischbar. Fuselöle sind großteils langkettige Alkohole, die als Nebenprodukte bei der alkoholischen Gärung entstehen. In kleinen Mengen beeinflussen sie den Geschmack alkoholischer Getränke positiv, in grösseren Mengen beeinträchtigen sie den Geschmack und können auch für den "Kater" mitverantwortlich sein. 
Sie bewirken beim Verdünnen von selbstgebranntem Schnaps unter 50% Alkohol eine Trübung.

Ether  R-O-R(')

Alkohole können miteinander unter Wasserabspaltung zu Ethern reagieren: 

R-OH + HO-R => R-O-R + H2O
 
Eine Reaktion unter Wasserabspaltung wird als Kondensation bezeichnet, die umgekehrte Reaktion bezeichnet man als Hydrolyse.

Diese Reaktionen spielen in der Biochemie eine große Rolle, z. B.:
- die Bildung bzw. Spaltung von Mehrfachzuckern (Saccharose, Stärke, Cellulose)
- die Bildung bzw. Spaltung von Estern (Fette)
- die Bildung bzw. Spaltung von Polyamiden (Eiweiß)

Diese Reaktionen passieren in der Biochemie unter Mitwirkung von Enzymen (biologische Katalysatoren).

Benennung von Ethern: C2H5-O-C2H5 = Diethylether  C2H5-O-CH3 = Ethylmethylether

Bei komplexeren Verbindungen wird  -O-CH3 als methoxy bezeichnet,  -O-C2H5 als ethoxy, etc.
-O-C6H5 (leitet sich von "Phenol" = Hydroxybenzen ab) wird als phenoxy bezeichnet.

Ether sind in der Natur weit verbreitet, einige Ether werden als Lösungsmittel verwendet, sie sind leicht flüchtig und explosiv. Diethylether wurde früher als Narkosemittel eingesetzt. "MTBE" ("Methyl-tertiär-butylether") wird als Benzinzusatz zur Erhöhung der Oktanzahl verwendet. 


1) Namen, bzw. Strukturformeln folgender Stoffe:

2-methoxy-2-methylpropan 
"MTBE"
Methylphenylether

2) Reaktonsgleichungen für die Verbrennung von Dimethylether und Methoxybenzen:

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