Halogene
©stu2007/01/22 (last update)
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Die Elemente der 17. Gruppe (7. Hauptgruppe) nennt man Halogene (= Salzbildner). 
F, Cl, Br, I (und At) sind Nichtmetalle und haben eine hohe EN (nimmt im PSE von oben nach unten ab). Ihnen „fehlt" ein e- auf den Edelgaszustand, daher sind sie in Ionenverbindungen einwertig (Cl, Br, I können auch OZ bis zu +VII haben). 
Im elementaren Zustand bilden sie zweiatomige Moleküle, in der Natur kommen sie nicht elementar vor (warum?). Hauptsächlich kommen sie als Halogenide vor (z.B. NaCl, CaF2, KBr, etc.). Diese leiten sich von den Halogenwasserstoffen ab (HF, HCl, etc.).

Änderung der Eigenschaften innerhalb der Gruppe:

Innerhalb der Gruppe 
· nimmt die EN ab, und damit die Reaktivität 
· steigt der Schmelzpunkt/Siedepunkt (F, Cl gasf., Br fl., I fest) 
· vertieft sich die Farbe von grünlich-gelb bis schwarz-grau 
· steigen die möglichen Oxidationszahlen (von -I bis zu VII) 
· nimmt die Lichtempfindlichkeit der Silberhalogenide ab 
· vertieft sich die Farbe der Silberhalogenide (AgCl weiß, AgBr gelblich, AgI gelb)

Fluor
Eigenschaften F2, Gas, grünlich gelb, EN ca. 4, sehr reaktiv (daher sehr feuergefährlich), einwertig, giftig
Vorkommen in geringen Konzentrationen weit verbreitet in Form von Fluoriden, 
als CaF2 (Flußspat), Na3AlF6 (Kryolith), Ca5(PO4)3F (Apatit)
Gewinnung Elektrolyse von KF
Verwendung Bei der Herst. v. Kernbrennstoff, SF6 in Trafos, HF (Flusssäure) zum Glasätzen, Fluoridierung von Trinkwasser, Fluoride in Zahnpasta, Kunststoffe

Chlor
Eigenschaften Cl2, Gas, gelbgrün, EN ca. 2,8  sehr reaktionsfreudig, stechend riechend, schleimhautreizend, giftig
Vorkommen Chloride (v.a. NaCl), im Meerwasser 2,9% (davon 0,3% MgCl2), 
im Magensaft HCl (0,3-0,5%)
Gewinnung Elektrolyse von NaCl-Schmelze bzw. NaCl-Lsg., (Nebenprodukt der Herst. v. NaOH, bzw. Na)
Verwendung Salzsäureproduktion HCl (Gas), gut in Wasser löslich (Salzsäure, ca. 38%), 
CKW (Lösungsmittel, Treibgase, Kühlflüssigkeiten), zur Herstellung von Pestiziden, PVC, zur Trinkwasseraufbereitung 
NaClO4 (Na-Perchlorat) explosiv (gibt leicht O2 ab) 
NaClO (Na-Hypochlorit): Desinfektions- und Bleichmittel ("Danclorix")

Brom
Eigenschaften flüssig, dunkelbraun, riecht stechend, schwerer als Luft, nicht so reaktiv wie Cl, ruft schwere Verätzungen hervor 
Vorkommen In Form von Bromiden, meist gemeinsam mit NaCl, in NaCl-Lagerstätten als Begleitstoff, im Meerwasser, in Salzseen und im Toten Meer
Gewinnung Aus Meerwasser bzw. Salzseen als Nebenprodukt der Kaliumgewinnung
Verwendung Herstellung von Pestiziden,  Arzneimitteln (Beruhigungsmittel), Farben, Feuerlöschmittel, AgBr (Photographie), 1,2-Dibromethan in Kraftstoffen

Iod
Eigenschaften fest, kristallin, sublimiert zu violettem Dampf, giftig
Vorkommen In Meerestieren u. Algen, im Schilddrüsenhormon, als Ca(IO3)2  in Chilesalpeter
Gewinnung Früher aus Algenasche, heute hauptsächlich aus Ca(IO3)2
Verwendung Desinfektion, Photographie, radioaktiv markiertes Iod zur Schilddrüsenuntersuchung, Salz wird „iodiert" um Iodmangel vorzubeugen. Silberiodid (AgI) wird zur Hagelabwehr verwendet: Vom Boden aus oder von Flugzeugen wird AgI in den Wolken fein verteilt ("Hagelschießen") - die Silberiodid-Kristalle führen zur Kondenstion des Wassers in kleinen Tröpfchen, die als Regen zu Boden gehen. Damit wird die Bildung goßer Hagelkörner vermieden.

HCl Chlorwasserstoff: Gas, gut wasserlöslich (bei 0°C lösen sich 507 Liter HCl in 1 Liter Wasser). Wurde früher aus NaCl und H2SO4  hergestellt, heute als Nebenprodukt der Chlorierung organischer Verbindungen. Salzsäure ist eine Lösung von HCl in Wasser. Konzentrierte Salzsäure ist 38%ig.

Reaktionsgleichung?  (siehe Lösungsseite)

Halogenide sind die Salze der Halogenwasserstoffsäuren
Silberhalogenide werden aufgrund ihrer Lichtempfindlichkeit in der Photographie verwendet. Durch Einwirken von Licht wird das Ag+ zu elementarem Ag reduziert. Feinverteiltes Silber ist schwarz. AgCl ist am meisten lichtempfindlich, in Filmen wird allerdings AgBr und AgI eingesetzt. 

Salzsäure (3. Klasse)

Schreibe folgende Reaktionsgleichungen auf:

1) Aus Wasser und Fluor bildet sich Fluorwasserstoff und Sauerstoff. 


2) Aus Ammoniak (NH3) und Fluor kann Fluorwasserstoff und Stickstoff entstehen 


3) Aus Siliziumdioxid und Fluorwasserstoff bildet sich Siliziumtetrafluorid und Wasser 


4) Flusssäure kann aus Calciumfluorid und Schwefelsäure hergestellt werden 


5) ...Cl2  +   ...Na2S2O3   +   ...H2O   =>   ...NaHSO4   +   ...HCl 


6) Bei der Elektrolyse einer Lösung von Natriumchlorid in Wasser entsteht Wasserstoff, Chlor und Natriumhydroxid 


7) Chlordioxid zerfällt explosionsartig in Chlor und Sauerstoff 


8) Aus NaClO3 (Natriumchlorat), Schwefelsäure und Schwefeldioxid kann man Chlordioxid herstellen, dabei entsteht auch Natriumhydrogensulfat. 


9) Brom und Ammoniak reagieren zu Ammoniumbromid und Stickstoff

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