Korrosion
©stu2006/05/03
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Unter Korrosion versteht man die (unerwünschte) Reaktion von Materialen mit Stoffen aus der Umgebung. Dies gilt nicht nur für das bekannte "Rosten" von Eisen und Veränderungen an der Oberfläche anderer Metalle, sondern für alle Werkstoffe - z. B. auch für Steine und Beton, die sich unter dem Einfluss von Säuren (saurem Regen) zersetzen.
Im elektrochemischen Sinn handelt es sich bei Korrosion vor allem um Redoxreaktionen von Metallen unter dem Einfluss von Wasser, Salzlösungen, und Säuren, sowie zwischen unterschiedlichen Metallen.

Warum rostet Eisen und Aluminium nicht?
Sowohl Eisen als auch Aluminium reagieren ander Oberfläche sehr leicht mit Sauerstoff. Eisenoxid bröckelt ab, Aluminiumoxid bildet eine schützende Schicht für das darunterliegende Aluminium, daher sind Gegenstände aus Aluminium haltbarer. Es gibt allerdings Berichte darüber, dass Aluminiumfolien sehr wohl bei Kontakt mit Inhaltsstoffen von bestimmten Lebensmitteln (Wurst, Geselchtes, etc.) reagieren können.

Eloxal-Verfahren: Durch elektrolytische Oxidation lässt sich die schützende Aluminiumoxid-Schicht verstärken, dabei kann man auch Farbstoffe in die Schicht einlagern - so stellt man stellt z. B. "farbige" Karniesen, Beschläge und auch Autofelgen her.

Korrosion funktioniert zumeist über "Lokalelemente", das sind galvanische Elemente, die sich zwischen unterschiedlich edlen Elementen bilden. So etwas kann an einer Schweißnaht (wo unterschiedliche Metalle miteinander leitend verbunden sind) passieren, oder auch unter dem Einfluss von Wasser oder Elektrolytlösungen (Säuren, Laugen, Salzlösungen).

In Gegenwart von Wasser kommt es zu einer Redoxreaktion zwischen dem Eisen und dem Luftsauerstoff. Aus dem Eisenhydroxid wird letztendlich Rost.
Fe => Fe2+  +   2 e-
2 H2O  => H3O+   +  OH-
2 H3O+ + 2 e-  =>  2 H2O  +   H2
2 H   +  1/2 O2   => H2O
Fe + H2O + 1/2 O2 =>   Fe2+ + 2 OH-

Schutz vor Korrosion - Kunststoff - Überzüge oder Lacke (verhindert Zutritt von Wasser) 
- Überziehen mit edlerem Metall ("Galvanisieren", vergolden) 
- Überziehen mit unedleren Metallen, die eine stabile Oxidschicht bilden ("Passivierung") 
- Leitende Verbindung zu einem unedleren Metall, das sich auflöst ("Opferanode")

Beim Galvanisieren wird ein Metall-Überzug durch Elektrolyse hergestellt (z. B. "Verchromen"), beim Feuerverzinken wird Stahlblech in flüssiges Zink getaucht und bleibt als Überzug am Blech haften.

Zum Schutz vor Korrosion werden Pipelines, Öltanks und auch Schiffe mit Opferanoden aus Magnesium leitend verbunden, damit sich das unedlere Magnesium anstatt des Stahles auflöst. 
Bei Pipelines kann auch der negative Pol einer Gleichspannungsquelle, verbunden mit in der Erde versenkten Kohleblöcken (+ Pol) vor Korrosion schützen.

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