Carbonsäuren
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© stu 2004/05/10

Die OH-Gruppe der Carbonsäuren verhält sich anders als bei Laugen oder Alkoholen:
NaOH ist eine Lauge, sie kann OH "hergeben": Na+ und OH-
C2H5OH ist weder Säure noch Lauge: C2H5OH
CH3COOH ist eine Säure, sie kann Salze bilden: CH3COONa

Methansäure:
Ethansäure:
Propansäure:

Die stärkste Carbonsäure ist die Methansäure, mit zunehmender Kettenlänge nimmt die Säurestärke ab. Mit zunehmender Kettenlänge wird der Geruch immer schweißartiger (vor allem C3 bis C6). Ab C4 (mit gerader Anzahl von Kohlenstoffen) spricht man von "Fettsäuren".

Methansäure 
"Ameisensäure"
HCOOH
Stärkste Carbonsäure, in roten Ameisen und Brennesseln enthalten, ätzend.
Ethansäure 
"Essigsäure"
CH3COOH
Herstellung aus verdünntem Ethanol mit Essigsäurebakterien, Verwendung als Gewürz, Konservierungsmittel (E260), in Putzmitteln (gegen Kalk), zur Herstellung von chemischen Produkten wie Lösungsmittel, Aspirin, Textilien, etc.
Propansäure 
"Propionsäure"
C2H5COOH
Propionsäure wird von den lochbildenden Bakterien im Emmentaler-Käse hergestellt.
Butansäure 
"Buttersäure"
Kürzeste Fettsäure, kommt im Milchfett (siehe "Ester") vor, Geruch von ranziger Butter.
2,4-Hexadiensäure 
"Sorbinsäure"
Kommt in der Eberesche vor, wird als Konservierungsmittel verwendet (E200), ist ungefährlich, wird vor allem in Form ihrer Salze verwendet (K-Sorbat).
"Fettsäuren" "Lange" Carbonsäuren C4 bis C22, gerade Anzahl von Kohlenstoffen, können gesättigt oder ungesättigt sein (siehe "Fette und Öle"). 
Benzensäure
"Benzoesäure"
Kommt in vielen Harzen und auch in Heidel- und Preiselbeeren vor, Konservierungsmittel (E210) für saure Lebensmittel.
2-Hydroxy-benzensäure
"Salicylsäure"
Kommt in der Spierstaude und in Kamillenblüten vor, wirkt gegen Schmerzen, Entzündungen und Fieber. Besser verträglich ist der Essigsäuresalicylester ("Aspirin") - siehe "Ester".

Essig: gewinnt man mithilfe von Essigsäurebakterien aus verdünntem Alkohol in Gegenwart von Sauerstoff. Essig enthält meistens ca. 5 bis 7,5% Essigsäure. 
Wenn man Apfelsaft oder Wein längeren Zeit offen stehen lässt, siedeln sich Essigsäurebakterien an und es entsteht Apfelessig oder Weinessig.

Hydroxycarbonsäuren

2-Hydroxy-propansäure
"Milchsäure"
Wird von Milchsäurebakterien aus Zucker hergestellt. Das passiert bei der Herstellung von Sauermilchprodukten und auch im Mund (=> Karies).
2-Hydroxy-butandisäure
"Apfelsäure"
Kommt - wie die Weínsäure - in Äpfeln, Trauben und anderen Früchten vor  (E296).
2,3-Dihydroxybutandisäure
"Weinsäure"
Kommt in vielen Früchten vor, kristallisiert bei der Weinherstellung als "Weinstein", wird als Säure in der Nahrungsmittelindustrie verwendet (E334).
3-Carboxy-3-hydroxy-pentandisäure
"Citronensäure"
Ist die weitest verbreitete Pflanzensäure, spielt eine wichtige Rolle im Stoffwechsel und wird in der Nahrungsmittelindustrie (E330) verwendet (Brause, Limonaden, Marmeladen, etc.).
Wird heute mit Hilfe eines Pilzes aus Melasse hergestellt.

Milchsäuregärung findet statt: - bei der Herstellung von Sauermilchprodukten 
- im Mund mit Speiseresten (=> Karies) 
- bei der Herstellung von Sauerkraut 
- im Silo bei der Herstellung von Tierfutter (Mais, etc.) 
- unter anderem im Sauerteig

Brausepulver:

Grundrezept:
"Citronensäure" + "Natron" ("Speisesoda", NaHCO3) + Zucker + Lebensmittelfarbe + Aroma. 
Alles bekommt man in jedem Supermarkt. Als Aroma eignet sich am besten Eispulver oder Ähnliches. Das beste Mischungsverhältnis findet man durch ausprobieren. 
Carbonate reagieren mit Säuren unter Entwicklung von CO2. Erst, wenn sich die Säure im Wasser löst beginnt die Reaktion.


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