Wichtige Alkohole
©stu2011/03/12 (last update)
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Methanol: "Methylalkohol", CH3OH, brennbare Flüssigkeit, Sdp. 64,5°C, giftig (Erblindung, Leber-,  Nieren-Schäden, tödlich), kommt in machen Pflanzen vor und in geringen Mengen in alkoholischen Getränken.

Herstellung aus CO2 / H2/ (Kat). bzw. CO / H2 / (Kat).

..... CO     +  ..... H2  =>   ..... CH3OH
..... CO2   +  ..... H2  => ..... CH3OH   +  .... H2O
und aus Methan (Erdgas)

Verwendung: Lösungsmittel, Syntheserohstoff (z.B. zur Formaldehydherstellung) und als Energieträger: Es gibt Brennstoffzellen, die den benötigten Wasserstoff aus Methanol beziehen (damit kommt allerdings CO2  in die Atmosphäre).
Methanol wird als Treibstoff in den amerikanischen Champ-Car-Rennautos verwendet. Da Methanol mit kaum sichtbarer Flamme verbrennt, kam es beim Tanken mehrmals zu Unfällen.

Ethanol: "Ethylalkohol", "Weingeist", "Alkohol", C2H5OH,  klare, brennbare Flüssigkeit, Sdp: 78,3°C, Explosionsgrenze 3,4-15%, mit Wasser mischbar (Volumskontraktion).  Durch Destillation kann max. 95,6% Ethanol hergestellt werden, da es mit Wasser ein Dauersiedegemisch (Azeotrop) bildet.

Ethanol ist giftig (30 g sind für ein 6-jähriges Kind tödlich), ab 60 ml täglich treten bei Männern Langzeitschäden (Leber) auf, bei Frauen ab 20 ml täglich. 
"Spiritus" ist vergälltes (= ungenießbar gemachtes) Ethanol, z.B. Brennspiritus, Frostschutz für Scheibenwaschanlagen. Für Genusszwecke wird Ethanol höher besteuert.
Seit Mitte 2005 wird in Österreich dem Benzin 5 % Ethanol ("Biosprit") zugesetzt werden, die EU plant Ähnliches ab 2010.
Der Anbau von Zuckerrohr, Getreide, Mais, etc. zur Gewinnung von "Bio-Ethanol" als Treibstoff führt bereits zu Preissteigerungen bei Lebensmitteln.

Verwendung: Als Brennspiritus, Treibstoff, Treibstoffzusatz (Benzin), Lösungsmittel (Parfums bestehen hauptsächlich aus Ethanol), zur Herstellung von Essigsäure, etc.

Herstellung: Großtechnisch aus Ethen (+ H2O/Kat/Temp.) und durch alkoholische Gärung aus Glucose-haltigen Substanzen (Press-Rückstände, Abfälle der Zuckerherstellung, Zuckerrübenschnitzel, etc.) bzw.aus Sulfit-Ablaugen der Cellulosefabriken. 
Für die Herstellung hochwertiger alkoholischer Getränke werden Früchte und andere zuckerhaltigePflanzenteile vergoren. 

C2H4  +  H2O => C2H5OH
C6H12O6  =>  .....C2H5OH  +  .....CO2

Propanole und Butanole sind Bestandteil der giftigen "Fuselöle", die bei der alkoholischen Gärung als Nebenprodukte entstehen und in schlecht gemachten alkoholischen Getränken in grösserer Menge vorkommen. Sie sind für den"Kater" mitverantwortlich (ebenso wie Methanol).

Fettalkohole und Wachsalkohole (C6 bis C30) kommen vor allem in natürlichen Wachsen vor, z.B. in Jojobaöl  und Spermöl (aus Walen gewonnen). Sie finden in der Kosmetik Verwendung.

Ethan-1,2-diol: "Glykol", "Ethylenglykol", Sdp.198°C, wird vor allem als Frostschutzmittel für Autokühler (1:1 mit Wasser gemischt hat einen Gefrierpunkt von -40°C) verwendet, dient auch zur Verhinderung der Vereisung von Flugzeugtragflügeln und ist Ausgangsstoff für die Herstellung von "Polyethylenterephthalat" (PET-Flaschen).

Propan-1,2,3-triol: "Glycerin", "Glycerol", Sdp.290°C, ist eine stark viskose (dickflüssige), hygroskopische (wasseranziehende) Flüssigkeit, die süßlich schmeckt, größere Mengen (über 50 ml) sind schädlich. Glycerin ist Bestandteil der Fettmoleküle (siehe "Ester") und auch Nebenprodukt der alkoholischen Gärung. 
Verwendung zur der Herstellung von "Nitroglycerin" (Glycerintrinitrat), zum Feuchthalten von Tabak, in der Kosmetikindustrie (Cremes, Zahnpasten), zur Kunststoffherstellung. 
Lebensmittelzusatzstoff E 422 (z. B. in Kaugummi)

Sorbit:  "Sorbitol" ist ein 1,2,3,4,5,6-hexahydroxy-hexan, wird als Zuckeraustauschstoff und Feuchthaltemittel verwendet (z.B. in Kaugummis), wird von Bakterien im Mund nicht zu kariesbildenden Säuren abgebaut, wirkt leicht abführend. 
Lebensmittelzusatzstoff  E 420 (z. B.in zuckerfreiem Kaugummi) 

Strukturformel von Sorbitol?

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