Löslichkeit
©stu2006/07/10 (last update)
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Im Alltag bekommt man den Eindruck, dass Kochsalz (NaCl) im Wasser löslich ist und Gips (CaSO4) sich nicht in Wasser löst. Tatsächlich ist nicht jede beliebige Menge Kochsalz in Wasser löslich und auch Gips ist im Wasser nicht ganz unlöslich - schließlich besteht ein Teil der Wasserhärte aus Gips. 

Bestimmung der Löslichkeit von NaCl in Wasser
Zu 100 ml Wasser werden ca. 5 Löffel NaCl gegeben. Dann wird einige Minuten lang mit einem Glasstab umgerührt.
Eine leere Porzellanschale wird gewogen (Gewicht notieren!). 

Die "gesättigte" Salzlösung wird durch einen Filter in die Schale gegossen, das ungelöste Salz bleibt im Filter. =>





Nun wird die Porzellanschale so lange erhitzt, bis das Wasser zur Gänze verdampft ist. Das Salz aus der Lösung bleibt in der Schale.
Nachdem das Wasser verdampft und die Schale ausgekühlt ist, wird die Schale wieder gewogen. 
Zieht man nun das Gewicht der leeren Schale vom Gewicht der Schale mit dem Salz ab, so weiß man, wie viel Gramm Salz sich in 100 ml Wasser lösen.
In 100 ml Wasser lösen sich ca. 40 Gramm NaCl. Im Gegensatz zu anderen Stoffen löst sich Kochsalz in der Hitze nicht besser, als in kaltem Wasser. 

Eine Lösung, in der ein ungelöster Bodensatz bleibt, nennt man gesättigte Lösung

Wenn man eine Lösung durch einen Filter laufen lässt, bleiben die gelösten Stoffe in der Lösung - sie gehen durch den Filter durch. Nur der unlösliche Bodensatz bleibt im Filter zurück (wie beim Kochen von Filterkaffee).


Abhängigkeit der Löslichkeit von der Temperatur - Kristallbildung
Kaliumnitrat (KNO3) ist ein Salz, das wie Kochsalz aussieht, es ist allerdings für den Menschen gefährlicher. Man verwendet es in Sprengstoffen und Feuerwerkskörpern, sowie als Bestandteil von Düngemitteln. Die Löslichkeit von Kaliumnitrat in Wasser ist von der Temperatur abhängig. 
In einem Becherglas mit 100 ml Wasser werden 2 Löffel KNO3 gelöst.  =>
Nachdem sich das Salz gelöst hat, werden 20 Löffel KNO3 dazugegeben. Es bleibt ein ungelöster Bodensatz.  =>




Nun wird das Becherglas mit dem Brenner erhitzt, bis sich das Salz zur Gänze gelöst hat.  =>
Die heiße KNO3 - Lösung wird in zwei Reagensgläser (RG) geschüttet.  =>




Das eine RG wird unter fließendem Wasser schnell abgekühlt.  =>
Das andere RG lässt man langsam abkühlen.  =>
In der Hitze löst sich also viel mehr KNO3 im Wasser, als in der Kälte. Die Löslichkeit von Kaliumnitrat ist von der Temperatur abhängig. 

Wenn sich Kristalle schnell bilden, dann sind sie sehr klein - wenn sie sich langsam bilden, werden sie groß und man kann die Kristallform mit freiem Auge erkennen (das ist auch der Trick bei der Herstellung von Kandiszucker).


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