Kläranlage
© stu 2004/05/13
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Wasser wird heute hauptsächlich als Transportmittel für Schmutz und Abfall verwendet. In unseren Breiten wird dafür sogar Trinkwasser verwendet (Geschirrspülen, Wäschewaschen, Bad, Toilette, etc.). Wenn solcherart verschmutztes Wasser direkt in Flüsse, Seen oder Meere eingeleitet wird, droht die "Selbstreinigungskraft" der betroffenen Gewässer überfordert zu werden.

In Gewässern gibt es Mikroorganismen, die verschmutztes Wasser reinigen, indem sie den Schmutz "fressen" - also abbauen. Allerdings benötigen die Mikroorganismen auch Sauerstoff zum leben. Die Menge Sauerstoff, die sich in Wasser lösen kann, ist begrenzt. Bei zuviel Schmutz (= Nahrung) vermehren sich die Mikroorganismen so stark, dass sie allen Sauerstoff aufbrauchen und letztendlich absterben - dann ist es vorbei mit der "Selbstreinigungskraft" des Gewässers.

In biologischen Kläranlagen wird das stark verschmutze Wasser ausreichend mit Luft (Sauerstoff) versetzt, dass die Mikroorganismen möglichst schnell möglichst viel Schmutz abbauen.

mechanische Reinigung
Entsorgung
Rechen: Abtrennung von Feststoffen
Stoffe werden verbrannt.
Sandfang: Sand (von der Straße) bleibt in einer "Falle"
Sand kommt auf die Deponie.
Ölabscheider: Öl schwimmt auf Wasser - wird abgeschöpft
Öl wird verbrannt
Vorklärbecken: Das Wasser fließt langsamer, Schlamm kann sich absetzen.
Schlamm kommt in den Faulturm*.

biologische Reinigung
Entsorgung
Belebtschlammbecken: Bakterien werden ausreichend mit Luft versorgt, "fressen" Schmutz und vermehren sich.
Schlamm wird teilweise abgepumpt und kommt in den Faulturm*.
Nachklärbecken: Das Wasser fließt langsamer, Schlamm kann sich absetzen.
Schlamm kommt in den Faulturm*.
Das gereinigte Wasser kann nun in das nächste Gewässer eingeleitet werden.

Schlammbehandlung
Entsorgung
Sämtlicher anfallender Schlamm kommt in einen Faulturm. Dort leben Mikroorganismen die ohne Sauerstoff auskommen. Sie "fressen" den Schlamm und stellen Methan (ein brennbares Gas) her. 
So wird die Menge des Schlammes kleiner und man gewinnt einen Brennstoff für den Betrieb der Kläranlage.
Der verbleibende Klärschlamm wird getrocknet und in einer Anlage mit Rauchgasreinigung verbrannt.

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